Ein Schritt ins Unbekannte
Im Mai 2022 bin ich zum ersten Mal alleine zu einem Yoga Retreat nach Portugal gereist. Für viele klingt das vielleicht selbstverständlich, für mich war es ein richtig großer Schritt. Denn bis zu meinem 18. Lebensjahr war ich noch nie im Ausland!
Auch danach bin ich nur vereinzelt gereist. Aus gesundheitlichen, beruflichen oder persönlichen Gründen. Und manchmal waren es auch alte Glaubenssätze, die mich zurückgehalten haben.
Doch die Sehnsucht war immer da. Eine Stimme in mir wusste: Da wartet noch mehr!
Nach meinem Burnout 2019 wurde mir klar, dass ich diese Wünsche nicht länger aufschieben möchte. Ich wollte nicht nur funktionieren, ich wollte erleben.
Diese Reise habe ich also über drei Jahre vor meinem inneren Auge gesehen. Und dann war der Moment endlich da: Mein erster Flug alleine, meine erste Reise nach Portugal, mein erstes Yoga Retreat.






Ein besonderer Ort
Als ich ankam, spürte ich sofort: Dieser Ort ist besonders für mich!
Das Retreat fand im Hortas do Rio statt, umgeben von Natur, Weite und einer ganz besonderen Ruhe. Ein Ort, der sich nicht aufdrängt, sondern einlädt, langsamer zu werden.
Schon nach kurzer Zeit hatte ich das Gefühl, angekommen zu sein.
Nicht nur an einem neuen Ort, sondern auch ein Stück mehr bei mir selbst. Vor allem auch, weil ich ein paar Tage vor allen anderen Retreat-Teilnehmerinnen da war. Ich habe mir diese besondere Reise so sehr gewünscht und mir Raum dafür geschaffen, das auch wirklich wertzuschätzen.











Ein anderes Tempo
Die Tage folgten keinem strengen Plan, sondern einem natürlichen Rhythmus:
- Yoga am Morgen und Abend
- Gespräche und Austausch untereinander
- Spaziergänge durch die Natur
- Momente der Stille
Hier ging es nicht darum, etwas zu erreichen oder sich zu optimieren. Es ging darum, wieder zu spüren, was im eigenen Inneren passiert.
Dieses bewusste, entschleunigte Lebensgefühl „slow living“ (passend zum Slogan der Unterkunft) war für mich zu diesem Zeitpunkt noch neu und gleichzeitig fühlte es sich unglaublich vertraut an.
Zurück zum eigenen Flow
Ein besonderer Teil dieser Reise war die Yoga-Praxis mit Janina Guse. Sie hat mir nicht nur körperlich gut getan, sondern mich vor allem wieder mehr mit meinem eigenen inneren Rhythmus verbunden.
Yoga wurde für mich in dieser Zeit zu etwas anderem.
Nicht nur Bewegung, sondern ein direkter Zugang zu mir selbst:
- Zu meinem Körper
- Zu meinen Gefühlen
- Zu dem, was gerade da ist
Ich mache schon seit 2015 Yoga und habe mich auch viel mit der Philosophie dahinter beschäftigt, doch die Erfahrung in Portugal bei diesem Retreat war eine besonders schöne und intensive.
Jani kenne ich als Yoga-Lehrerein aus Hamburg und als ich erfahren hatte, dass sie ein Retreat in Portugal gibt, war mir klar, dass ich dabei sein möchte. Sie ist eine so authentische Persönlichkeit, die immer mit der richtigen Energie die nötigen Impulse gibt.
Nicht nur die Yoga- und Meditationseinheiten haben mir besonders gut getan, sondern auch die Erfahrungen, das Hintergrundwissen und alles was sie mit uns teilt, sorgen für viele neue Erkenntnisse und helfen auf dem persönlichen Weg, auch bei der Heilung. Ich bin sehr dankbar für unsere Verbindung!






Begegnungen, die bleiben
Was mich ebenso berührt hat, waren die Menschen. Viele der Frauen waren Mütter und auf der Suche nach Klarheit, nach Ruhe oder einfach nach einer Pause vom Alltag. Es waren Gespräche voller Offenheit, Ehrlichkeit und Tiefe. Begegnungen, die nicht oberflächlich blieben und Kontakte, mit denen weitere Co-Creation entstanden ist.
Nourishment, gesunder Genuss auf allen Ebenen
Ein wichtiger Teil dieser Erfahrung war auch das Essen. Wir wurden vor Ort mit frisch zubereiteten, überwiegend veganen Gerichten versorgt. Liebevoll gekocht, nährend und perfekt abgestimmt auf das gesamte Retreat-Erlebnis.
Die Mahlzeiten waren nicht nur unglaublich lecker, sondern haben dieses Gefühl von Achtsamkeit und „slow living“ noch einmal verstärkt. Gemeinsam zu essen, sich Zeit zu nehmen, Gespräche zu führen, auch das war ein Teil der Verbindung.
Für mich hat sich hier noch einmal gezeigt, wie sehr Ernährung unser Wohlbefinden beeinflusst. Nicht im Sinne von Verzicht oder Regeln, sondern als bewusste Entscheidung für das, was uns wirklich gut tut.









Eine Reise, die vieles verändert hat
Ich kam ohne große Erwartungen und mein Herz wurde auf eine Weise erfüllt, die ich so nicht erwartet hätte.
Es gab Momente, in denen mir einfach die Tränen kamen.
Vor Dankbarkeit. Vor Freude. Vor Erleichterung.
Diese Reise war für mich vor allem eins: heilsam.
Nicht, weil plötzlich alles gelöst war, sondern weil ich begonnen habe, mich selbst wieder mehr zu spüren.








Der Beginn von etwas Neuem
Rückblickend war diese Reise mehr als ein Retreat. Sie war ein Wendepunkt. Ein wichtiger Schritt in ein Leben, das sich mehr nach mir anfühlt.
Sie hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Und wie viel entstehen kann, wenn wir den Mut haben, neue Wege zu gehen.
Seitdem begleitet mich dieses Gefühl von „slow living“ jeden Tag. Manchmal beginnt Veränderung genau dort, wo wir uns trauen, etwas zum ersten Mal zu tun.























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