Create the life you want

Mein Abenteuer in Portugal.
Bis ich 18 war, war ich noch nie im Ausland. Dann folgten für mich einige wenige Reisen innerhalb von 20 Jahren, u.a. nach Holland, Dänemark, Griechenland, Italien, La Palma (Kanaren) und in die Dominikanische Republik. Aus unterschiedlichsten Gründen – gesundheitlich, beruflich, privat – war es mir nicht möglich, mir meine Reisewünsche zu erfüllen. Bzw. setzte ich andere Prioritäten aufgrund von alten Glaubenssätzen. Doch die Reise-Sehnsucht wuchs immer stärker in mir.

Es hat nach einem einschneidenden Erlebnis für mich noch einmal drei Jahre gedauert, bis ich mir nun endlich einen langersehnten Traum erfüllt habe! Auch durch die Pandemie hat es sich teils weiter hinausgezögert.

Ich bin

  • zum ersten Mal allein ins Ausland gereist
  • zum ersten Mal allein geflogen
  • seit 9 Jahren das erste Mal überhaupt wieder geflogen
  • zum ersten Mal nach Portugal gereist

Ich habe zum ersten Mal an einem Yoga Retreat teilgenommen.

Viele erste Male, die sich anfühlten, als wäre ich ein Kind auf Entdeckungsreise!

Für viele mag das nichts Besonderes sein und sogar selbstverständlich. Für mich ist und war es mein nächster Schritt gelebter Transformation. Denn diese Reise mit Yoga Retreat in Portugal habe ich seit drei Jahren vor meinem inneren Auge gesehen. Angst, Unsicherheit, alte Glaubenssätze haben mich jahrelang zurückgehalten – mit dieser Reise habe ich mir erlaubt MICH selbst wieder ein Stück mehr zu leben.

Yoga Retreat in Carrapateira, Portugal, Mai 2022 – meine Eindrücke, Erfahrungen und Erkenntnisse.

Janina Guse, die Yogalehrerin, kannte ich aus Yoga-Kursen in Hamburg und habe schon einige ihrer vielfältigen Online-Angebote wahrgenommen, nachdem sie nach Portugal gezogen ist.

Jani ist eine so authentische Persönlichkeit, die immer mit der richtigen Energie die nötigen Impulse gibt: mal aktiv, mal ruhig, … Nicht nur die Yoga- und Meditations-Einheiten tun besonders gut, sondern auch ihre Erfahrungen – das Hintergrundwissen und alles was sie mit uns teilt, sorgen für viele neue Erkenntnisse und halfen mir bereits sehr auf meinem persönlichen Weg, auch bei der Heilung.

Als feststand, dass sie im Mai 2022 ein Retreat in Portugal anbietet, war ich mir sicher, ich werde daran teilnehmen – komme was wolle!
Das war im November 2021. Ich wusste nicht, wie es beruflich nach meiner Vollzeit-Weiterbildung weiter gehen würde, stand vor einigen anderen offenen Themen und auch die Corona Situation war letztendlich nicht absehbar. Doch ich war mir sicher das wird MEINE REISE!

Jani hat das Retreat in Kooperation mit Nadine Göring, einer selbstständigen Reiseberaterin, hauptsächlich spezialisiert auf Familienurlaube, angeboten. Nadine hat die Organisation rund um das Yoga Retreat sehr gut umgesetzt. Auch für die vielen individuellen Fragen, die ich in meiner Aufregung so hatte, war sie jederzeit im Vorfeld ansprechbar.

Das Retreat sollte von Mittwoch bis Montag gehen und so buchte ich einfach zwei Tage und Nächte vorher mein Zimmer in der Unterkunft Hortas do Rio. Filipe war ebenso unterstützend und hat mir im Vorfeld ein Taxi organisiert, das mich vom Flughafen abgeholt hat, da ich ja allein unterwegs war und leider kein Auto fahre (noch nicht wieder, es ist einfach zu lange her, doch es steht auf meiner Liste, eins nach dem anderen…).

In einer Nachricht schrieb er mir „du wirst dich wie zu Hause fühlen“.
Und so war es!

Der Abflugtag brach an und ich war insgesamt entspannter, als ich es gedacht hätte. Alles in allem habe ich die für mich besondere Anreise gut gemeistert. Als ich im Taxi zur Unterkunft saß und die Landschaft in mich aufsaugte, überkam mich ein so wohliges Gefühl von Vertrautheit und Abenteuer gleichermaßen, wie ich es noch oft in den kommenden Tagen fühlen sollte.

Der Taxifahrer war auch sehr nett und erzählte mir einiges über die Gegend. Und ganz ehrlich, ein paar Wochen zuvor fand ich den Gedanken als Frau allein in einem mir fremden Land in ein Taxi zu steigen und über eine Stunde lang zu fahren sehr befremdlich….

Als ich an der Unterkunft ankam und Filipe das Tor öffnete, mir mein Gepäck abnahm, ich den Taxifahrer verabschiedete und einen kurzen Überblick über das Gelände bekam, liefen mir schon die ersten Tränen die Wangen runter. Ich meinte nur (auf Englisch natürlich, Portugiesisch spreche ich bisher nicht), dass es die vielen Emotionen seien, es aber gute Tränen sind.

Dann betrat ich mein Zimmer und konnte den Anblick sowie den Ausblick nicht fassen, ich hatte die Bilder auf Instagram gesehen, doch die spiegeln nur einen Bruchteil von dem wieder, was ich gesehen und gefühlt habe, als ich dort war!
Allein auf meinem Zimmer öffnete ich die Tür zur kleinen Holzterrasse und sog die Farben, die Aussicht, die Gerüche, die Sonnenstrahlen am späten Abend, die Geräusche der gefühlt unberührten Natur, alles in mich auf und weinte mir fast Wort wörtlich die Seele aus meinem Leib.

Da war ich nun, in Portugal, allein. An einem der schönsten Orte, die ich bisher je sehen durfte, allein mit mir und all meinen Emotionen und ich fühlte mich zu Hause, im wahrsten Sinne angekommen.

Durch die eine Stunde Zeitverschiebung war es noch hell und ich erkundete den Weg Richtung Strand in der Abenddämmerung. Der Himmel war in magische Farben getaucht, die Luft angenehm warm und ich einfach glücklich. Am Ende eines Holzstegs angekommen sah ich nur Dünenlandschaft, konnte das Meer hören, doch nicht sehen. Da die Sonne schon unter ging war es mir zu riskant im Dunkeln meinen Weg zurück finden zu müssen, also ging ich voller Vorfreude auf den nächsten Tag zurück zum Haus, setzte mich bei einem Drink an die Feuerschalen auf den Vorplatz, die jeden Abend angemacht wurden und blickte in einen sternenklaren Himmel.
Müde und aufgeregt gleichermaßen rief ich meinen Freund via WLAN-Verbindung an und versuchte meine Eindrücke mit ihm per Video zu teilen. Wie ein kleines Kind vertraute ich diesem Moment und meinem Sein, ohne Wertung und ohne Erfahrung, offen für Neues.

Ich schlief die erste Nacht wie ein Stein.

Die Sonne küsste mich früh morgens durch einen Spalt, den ich bei den schweren blickdichten Vorhängen offenließ, wach. Dieser atemberaubende Anblick vom Vorabend wiederholte sich in einer unbeschreiblich schönen Morgenatmosphäre, die wärmenden Sonnenstrahlen, die zwitschernden Vögel, die Landschaft, die Stille.

Auf der Gemeinschaftsterrasse gab es ein leckeres Frühstück, die perfekte Stärkung für meinen ersten Abenteuer Tag.

Um diesen persönlichen Reisebericht nicht ins Unendliche laufen zu lassen, versuche ich die weiteren Eindrücke meiner Woche in Portugal zusammenzufassen.

Ich machte viele Ausflüge allein und zu Fuß in der Umgebung, entdeckte die Landschaft, die Schönheit und Kraft der Natur in Carrapateira, an der Westküste der Algarve. Mir liefen noch oft die Tränen, der Dankbarkeit, der Freude und des Loslassens. Diese Reise war insgesamt so heilsam für mich!

Ich kam ohne Erwartungen und mein Herz wurde zu tiefst erfüllt.

Zwei Tage verbrachte ich allein, dann kamen die anderen Teilnehmerinnen des Retreats an.
Auch das war für mich zuerst eine Umstellung und eine kleine Herausforderung. Bei mir bleiben und doch offen sein für neue Kontakte. Fällt mir eigentlich nicht schwer, doch bei dieser Reise hatte ich Sorge meine Balance nicht halten zu können.

Mit Jani als Yogalehrerin waren wir 14 Frauen unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlichen Lebensmodellen und Geschichten, die meisten waren Mütter und genossen eine besondere Auszeit für sich selbst. Ich wusste das im Vorfeld und habe selbst viele Freund:innen mit Kindern, doch dachte ich zunächst ich würde mich mehr nach einem anderen Umfeld sehnen, z.B. nach anderen mutigen Abenteurer:innen und Yoga-Erfahrenen. Statt dessen traf ich auf mutige Frauen, die sich, wie ich, diese besondere und jeweils persönliche Reise erlaubten und für sich einstanden!
Im Laufe der Tage bin ich mehr und mehr in der Gruppe angekommen und einige tolle sowie bewegende Gespräche sind dabei entstanden. Und doch habe ich mir die Zeit für mich genommen, die ich brauchte und wollte. Das tat so gut!

Morgens und abends trafen wir uns zu den Yoga Einheiten auf einer wunderschönen Terrasse mitten im Feld – mit ätherischen Ölen, zusätzlichen Workshops und Gesprächsrunden wurden diese Tage zu einer ganz wertvollen Zeit.
Auch das so leckere vegetarische Essen, das für uns von Liliana zubereitet wurde, war ein weiterer Wohlfühlfaktor.
Ebenso das Essen in den umliegenden Cafés und Restaurants, die ich in den Tagen vor dem Retreat Beginn oder in den Mittagspausen ausbrobierte, war ein Genuss. Die frischen Zutaten und natürlichen Aromen, gepaart mit der Sonne und der Luft, unschlagbar.

»slow living« war der Slogan des Hortas do Rio und ich entschleunigte mit jedem Tag mehr, kam mehr bei mir an und die bereits vor der Reise gefühlte Klarheit über viele Themen in meinem Leben verstärkte sich.

Und »slow living« werde ich auch weiterhin hier in meinem neuen Alltag bewusst umsetzen.

Die meisten Fotos sind hauptsächlich mit meiner Smartphone Kamera entstanden – ebenso hatte ich meine mindestens 10 Jahre alte Spiegel-Reflex-Kamera dabei, die es mir ermöglichte teils ins Detail zu schauen und besondere Momente auf meinem Abenteuer einzufangen.

Ich bin sehr dankbar für all diese Erfahrungen!
Und am meisten mir selbst, dass ich meine Muster gesprengt, meine Angst überwunden und den Mut gefunden habe, mir diesen langersehnten Traum zu erfüllen. Nur für mich!

Ich freue mich auf meine nächste Reise, das nächste Retreat, mein nächstes Abenteuer – wo und mit wem auch immer, die Liste ist lang und doch lasse ich mich gerne von meiner Intuition leiten.
Ich werde an die Orte mit den Menschen gelangen, die für mich sein sollen.

Von Herzen Danke an alle, die mich bei dieser Reise »begleitet«, unterstützt und mich ermutigt haben – besonders aber an Marco & Steffi.

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– unbezahlte Nennungen –
Janina Guse – www.janinaguse.com
Hortas do Rio – www.hortasdorio.com
Nadine Göring – www.goering-reisen.com
Liliana – Head Chef and Macrobiotic Coach

1 Kommentar zu „Create the life you want“

  1. Pingback: Feels Like Home › Melanie Brinkmann | CREATIVE THINGS

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